»Ja, nach zweimonatiger Ehe!«

»Da kannst du ja ruhig sein!«

Der Doktor wurde ruhig, zu sehr, so daß es die Frau reizte. Sie wurde noch eifersüchtiger auf ihren Mann, weil ihm die Ehre zuteil geworden war, ein Kind mit ihr zu haben, und sie haßte ihre Schwangerschaft, die ihre Schönheit angriff. Und was ihr nicht gefiel, das existierte nicht für sie. Gedankenlos und einfältig ging sie noch immer umher und spielte Jungfrau.

Da wurde ihre Mutter wütend:

»Bist du verrückt, Kind? Du bist doch in gesegneten Umständen.«

»Nicht, daß ich wüßte …«

»Du weißt das nicht? Hör einmal, wenn du solchen Unsinn redest, wird dein Mann dich totschlagen. Begreifst du nicht, daß die Welt sich fragen wird, woher du das Kind hast, wenn du Unschuld markierst?«

Als sie aber die Vaterfreude und den Stolz des Mannes sah, wurde sie gehässig. Eine vollständig tierische Bosheit wuchs auf, und sie wollte ihm nicht gönnen, Vater ihres, ihres Kindes zu sein.

War es nun Einfalt oder nur Bosheit, jedenfalls sagte sie eines Morgens, als sie wie gewöhnlich schwatzte:

»Ich weiß nicht, aber ich finde, du hast an diesem Kinde keinen Teil …«