Da kam des Doktors afrikanisches Temperament zum Ausbruch, das er so lange unterdrückt hatte:
»Was zum T…l sagst du? Es ist nicht mein Kind? Dann bist du eine …, und das kannst du doch nicht meinen.«
Die Frau erhob sich, kleidete sich an, und als sie gehen wollte, äußerte sie:
»Jetzt gehe ich, für immer!«
»Ja, geh zur H…,« antwortete der Doktor. »Du kannst ja einen Menschen morden mit deiner bestialischen Dummheit und deiner satanischen Bosheit. Geh schnell, sonst schmeiße ich dich raus!«
Damit war diese Ehe zu Ende. Auf den Doktor aber war ein Schatten gefallen, denn er konnte sich ja nicht verteidigen, auch wenn er physiologische Beweise erbrachte, die niemand verlangte. So lief er ein paar Monate wütend umher, und in der Wut verheiratete er sich wieder, und zwar mit einer Norwegerin, nachdem er sie gleich geschwängert hatte. Sie war im siebenten Monat, als sie getraut wurden, und die Frau wollte eine stille Hochzeit haben, der Mann aber veranstaltete eine pomphafte kirchliche Trauung mitten am hellen Tage.
»Es ist so schön,« sagte er, »ein gesegnetes Weib zu sehen.«
Der Pfarrer war nicht derselben Meinung, mußte sich aber zufrieden geben. Und als der Doktor als sein eigener Brautführer seine hochgewölbte Braut den breiten Gang entlang durch die Kirche führte, fiel der Schatten fort, und er stand im Licht, klar und gesund wie er war …
Bei Tisch hielt er vor hundert Gästen eine Rede und trank auf das Wohl seiner Gattin und seines ungeborenen Kindes.