»Nun, also …«

Hier suchte der Herr des Hauses abzulenken, aber es war zu spät.

»Ja, ich hörte, der Dichter Grönlund sei eine halbe Stunde zu spät zum Diner gekommen, und als er kam, sei er so betrunken gewesen, daß er den Fleischkloß vor sich aufs Tischtuch legte!«

»Es war freilich kein Fleischkloß!« rief die Frau.

»Nun, so war es ein Lungenragout … und als man zu den Omeletten kam, hat er die gnädige Frau auf den Schoß genommen, mit dem Erfolg, daß er hinausgeworfen wurde. Stimmt das, Holger?«

»Daß er hinausgeworfen wurde, ist wahr!« antwortete der Herr des Hauses, »und daß das jedem passieren kann, der sich schlecht benimmt, das steht fest.«

Die letzte Spur von Verstellung war verschwunden; man saß da als das, was man war, als geborene Feinde, erzogene Feinde, und nun brach es los. Der Offizier zog blank:

»Meinst du, ich, der ich dein Haus mit meiner Gegenwart beehre, würde aufs Hinauswerfen warten? ich würde beim ersten Wink diesen Staub von meinen Füßen schütteln und einer Gesellschaft den Rücken kehren, in die ich nie meinen Hintern hätte setzen dürfen …«

Die Frau lief weinend hinaus, ihr Mann folgte ihr. Die Gäste standen auf und gingen in den Korridor hinaus. Der letzte Kämpe, der Hauptmann, schenkte sich ein Glas Madeira ein, trank es ruhig aus, und deutete damit an, daß er nicht floh, sondern auf den Kampf gefaßt war. Aber als niemand kam, steckte er sich eine Zigarre an und ging in den leeren Korridor hinaus, wo das Dienstmädchen ihm in den Überrock half. Nachdem er sie unters Kinn gefaßt und gefragt hatte, wie sie heiße, rasselte er hinaus.

Unterdes hatte die Frau sich rasend auf ihr Bett geworfen.