»Ja, liebe Freunde,« begann er, »in diesem Raum feierten wir Ende der achtziger Jahre die französische Revolution. Bruder Alroth war freilich damals nicht dabei, denn er ist nicht Revolutionär, und daß er heute hier ist, hat seine intimen Gründe, die wir respektieren wollen. Die Türen zum Musiksaal sind auch seinetwegen geschlossen, aber er gestattet wohl, daß wir sie einen Augenblick aufmachen, da ich zu Ehren des Tages die Marseillaise spielen lasse.«

Der Pastor nickte zustimmend, wenn auch nicht ohne eine gewisse Furcht.

»Was wir Holger heute abend sagen möchten,« fuhr der Doktor fort, »weiß er im voraus; wir rühmen weder seine Tat, noch beklagen wir sein Schicksal, denn der Krieger tut seine Pflicht, ohne Lohn oder Lob zu verlangen.«

»Nur keine Politik!« flüsterte Holger mit einem Blick auf den Pastor, mit dessen Gefühlen er trotz allem Mitleid hatte.

»Nein, keine Politik, nur etwas Musik, um uns aufzumuntern!«

Er gab dem Kellner einen Wink, die Türen im Hintergrunde, die zum Saal führten, zu öffnen, und trat auf den Balkon, wo er mit der Serviette nach dem Musikpodium winkte. Es entstand eine Pause. Und dann spielte das Orchester: »Aus dem schwedischen Herzen.«

Scharren von Tischen und Stühlen war von unten zu hören, wo das Publikum aufstand und in das Lied einstimmte.

»Auch eine Antwort, Kinder,« resignierte der Doktor.

Der Pastor verstand die Situation nicht, sondern glaubte, das ganze sei ein Scherz gewesen, so daß er von dem Gegenhieb unberührt blieb, der die andern verstimmte. Und er begann über alle möglichen Dinge zu sprechen, über gleichgültige Kleinigkeiten, denen die andern zuhörten, während sie ihre unausgesprochenen Gedanken dachten.