»Da kommt Petter mit seiner Sprengmaschine,« sagte der Doktor; und wie um den Vergleich zu illustrieren, hob Phylax das Hinterbein.
Frau Brita, die glaubte sich als Tierfreundin zeigen zu müssen, stand immer auf Phylax' Seite und war sofort zur Verteidigung bereit.
»Du liebst deine Anverwandten nicht, Henrik,« sagte sie.
»Ach pfui, ich bin nicht mit Hunden verwandt, und ich hasse alles Tierische, bei mir wie bei andern. Jetzt müßte Petter ein Scheuertuch holen und das Deck abwischen, wenn es Gesetz und Recht gäbe …«
»Du bist so streng gegen ein unschuldiges Tier,« wendete der Pfarrer ein …
»Nein, aber gegen dich bin ich streng, da du Tiere in menschliche Gesellschaft einführst; du wagst selbst nicht zu bellen und zu beißen, aber dein unnützes Tier läßt du das tun; du wagst das Hinterbein nicht hochzuheben, aber dein unschuldiges Tier darf es. Du bist ein Aas, das ist alles.«
»Nun, nun, nun,« mahnte der Pfarrer; »wir sollen barmherzig sein.«
»Ja, wir sollen barmherzig sein gegen unsere Mitmenschen, sollen nicht den Kindern das Brot nehmen und es den Hunden vorwerfen; du gibst einem Armen keine zwei Pfennige; deinen Tagelöhnern gibst du abgerahmte Milch, aber deinem vermoderten, stinkenden Vieh gibst du die Sahne, und wer das Tier, das unnütze Tier, über den Menschen stellt, der ist selber ein verfaultes Tier.«
»Hast du Gustav gesehen?« unterbrach ihn Frau Brita jetzt.