»Sind Sie wirklich schwedischer Edelmann?«
»Wirklich? Was heißt das? Stehe ich nicht im Adelskalender?«
Der Kurator, der selbst adelig war und die Geheimnisse der Zunft kannte, antwortete mit einem Blinzeln:
»Ja, im Adelskalender!«
»Nun?« fragte Gustav.
»Ja, sehen Sie, der Adelskalender ist ein Buch, aber die Ahnentafeln, sehen Sie, das ist ein zweites. Kennen Sie die Ahnentafeln nicht, Anreps Ahnentafeln?«
»Nein, ich habe sie nie gesehen, aber es soll ein Skandalbuch sein.«
»Wir wollen es einmal anschauen,« antwortete der Kurator und nahm einen Band vom Schreibtisch. – »Es ist ein merkwürdiges Buch; die Herausgabe wurde vor längerer Zeit begonnen und das letzte Heft ist kürzlich erschienen. Ganz, als wenn das Buch bestellt wäre; und dies Buch wird vielleicht das Ritterhaus schließen, – jetzt werden wir gleich sehen: B; B–o; Borg: die adelige Familie Borg Nummer 1570. Dahinter steht ein Kreuz, und das bedeutet, daß die Familie ausgestorben ist.«
Der junge Student fühlte buchstäblich, wie er starb; und er sank auf einen Stuhl nieder. Aber als er sich erholt hatte, versuchte er nach dem Strohhalm zu greifen:
»Dann sind wir adoptiert!«