Bei einer Diskussion über die Erinnerungen der Vorväter konnte beispielsweise Henrik seinem Bruder die folgende Antwort geben:

»Ich finde es für mich ebenso falsch, eure Ahnen zu annektieren, wie unser Adel falsch war. Mein schwarzer Urgroßvater tanzte am Äquator um ein Zimtfeuer, und er hätte unmöglich Karl XII. feiern können, ebensowenig wie ein Schone mit Leib und Seele an einem Gustav Adolf-Fest teilnehmen kann, weil Schonen zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges dänisch war.«

Die Antwort des Bruders blieb nicht aus, und sie war die stehende: Lützen.

»Warum feiern wir unsere Niederlage und unsere Schande?« wendete dann Henrik ein. »Euer König (er sagte nie unser) fiel bei Lützen, und die Katholiken feierten den Sieg; das Spiel ist doch gewonnen, wenn der König matt ist, Wallenstein aber war nicht geschlagen. Nach Lützen erneuerten die Schweden das Bündnis mit dem Kardinal Richelieu und riefen französische Truppen nach Deutschland. Deshalb wurde der schwedische Name von den Deutschen nach Lützen verflucht. Wenn man sich vorstellt: eine französische Invasion zu veranlassen; den Erbfeind, den Gallier, in das Land zu ziehen, das doch unser Freund sein sollte! Deshalb empört es mich, eure Vergötterung des rohen Vagabunden Banér zu sehen, der Sachsen verheerte und Böhmen brandschatzte, hauptsächlich aber wegen seiner Rückzüge berühmt ist.«

Da flammte Gustav auf. Karl XII. hatte er heruntergerissen; aber an Gustav Adolf und Johan Banér durfte man nicht rühren.

»Bist du ein Schwede?« schrie er.

»Nein, ich bin Weltbürger!« brüllte Henrik.

Gustav nahm ein Wredesches Gewehr von der Wand und Henrik zog einen Hochland-Dragoner-Säbel blank – und dann schämten sie sich und schlossen Frieden bis zum nächsten Mal, das bald genug kam.