»Und mit diesen Mördern sollen wir heute abend zusammen sein?«
»Ja, siehst du, das Fest wird doch dem Norweger zu Ehren veranstaltet, und man kann seine alten Freunde aus Paris und Rom nicht ausschließen!«
»Nein, natürlich nicht; aber wenn Onkel Borg herkommt, dann gibt es vielleicht Streit.«
»Das schlimmste ist, daß Lage Lang, unser Norweger, glaubt, es wird ein Versöhnungsfest werden. Glaubst du an eine Versöhnung?«
»Nein,« antwortete Sellén bestimmt. »Wir haben es versucht, aber es geht nicht. Lundell zum Beispiel hat den Ruf an die Akademie angenommen, um von innen die Tore der Festung zu öffnen, um zu reformieren und Frieden zu stiften; aber dann wurde er eingeschlossen, und jetzt malt er wie die Professoren. Nein, trau ihnen nicht! Sie sagen nur: Komm zu mir, werde wie wir; komm, dann kriegst du den Wasaorden, wenn wir Kommandeure sind; komm und begib dich in unsere Hut, dann sind wir über dir! – Nein, danke, lieber draußen, lieber unten auf der Straße und Landstreicher sein! Erinnerst du dich noch an Lasses Lied aus der Kneipe in Paris?«
»Ja, Paris! Und jetzt sind wir wieder daheim! Wie kommt es dir vor?«
»Dumpfig! Ganz schauderhaft! Die Luft steht still und das Jahrhundertende kommt; man erwartet etwas Neues! Aber was?«
»Wir werden ja sehen!«
Eine Bewegung an der Tür deutete an, daß die Gäste sich einzufinden begannen.