Er öffnete eine Tür im Hintergrunde, und sie waren in der Meierei.
»Hier wird Gold gemacht,« fuhr er mit einem Eifer fort, als wolle er alle ungehörigen Fragen und spitzen Bemerkungen verhindern. »Sieh dir nur die Butter an! Sieh sie dir an! Nein, du mußt sie auch probieren! Was? Die ist erstklassig! Nun, es kann ja für dich weiter kein Interesse haben!«
Und dann gingen sie.
Als sie auf den Flur kamen, wurde Gustav Borg wieder von Phylax empfangen, der sich die Schnauze an seinem hellen Anzug abwischte. Da das Tier eben gefressen hatte, wollte der eintretende Gast böse werden, aber er mußte schweigen und leiden, denn er wollte etwas gewinnen.
Das Zimmer des Pfarrers war eines im alten Stil, mit Ledersofa, Brettspiel, Pfeifengestell und Bücherregal mit den Kirchenvätern in Quartformat, sowie der Amtszeitung und einer Sammlung von Gesetzbüchern; dieser wunderlichen Mischung von weltlicher und geistlicher Macht.
Die Möbel waren aus Mahagoni und sahen aus, als seien sie nie neu gewesen, sondern bei Beginn der Welt auf einer Hausauktion durch Selbstzeugung erstanden. Mahagoni sieht nicht aus wie ein Pflanzenstoff, sondern es ähnelt gedörrtem Fleisch und kann schwitzen. Deshalb merkt man immer Spuren von Fingern, und das ist nicht angenehm. Die Möbel standen auf Flickenteppichen von der Farbe des Heringssalats und bildeten ein Ensemble gemütlicher Unsauberkeit, die nach Schnupftabak roch.
Bei näherer Betrachtung unterschied man an der Tür eine Sammlung von Stöcken unter einem Museum von speckigen Hüten und Mützen. Daneben ein Brett mit Glasmaßen für Milchprüfungen, den neuen Symbolen der rationellen Landwirtschaft.
Die Schwäger ließen sich nieder, und da beide schwatzsüchtig waren, ging die Unterhaltung wie ein geölter Blitz.
»Du bist früh auf den Beinen,« sagte der Pastor.
»Ich habe nichts anderes zu tun, seit ich zur Disposition gestellt bin,« antwortete der Redakteur.