»Ja, die Jugend drängt vor! Das ist der Lauf der Welt!«

Hier wäre Gustav Borg fast der Versuchung erlegen, sich zu beklagen; aber er beherrschte sich, denn er wußte, daß der Schwager ihn, der stets das Sprachrohr der Jugend gewesen war, nur ausgelacht haben würde.

Er stoppte deshalb und bremste:

»Ja, die Jugend; du weißt, ich habe ihr immer das Wort geredet, so lange ihre Forderungen angemessen und vernünftig waren; aber als sie die Grenzen überschritt, mußte ich gegen sie Front machen.«

Da auch der Pastor in friedliebender Stimmung war, stellte er sich artig auf den Standpunkt seines Antagonisten.

»Und das war recht von dir. Deshalb wirst du auch gelobt.«

Er nahm eine Zeitung vom Brettspieltisch; als aber Gustav Borg den Titel »Vaterland« sah, war es aus mit dem Frieden, und die Maske fiel.

»Werde ich in der gelobt? In der? Dann ist es aus mit mir.«

»Du liebst dein Vaterland nicht?« fiel der Pastor ablenkend und scherzend ein.