Der dunkle Strich in der Ferne wurde immer breiter und kam näher; Dächer wurden sichtbar, und gleich darauf zeigten sich Leute am Strande, die winkten und riefen.
Der Waldhüter verstand die Signale zuerst, sprang vom Sitz und schrie:
»Halt, Herr, hier ist eine Wake!«
Anders Borg hielt das Pferd an, denn er sah eine offne Rinne, in der ein Dampfer gefahren war. Er stieg aus und maß mit den Augen die Breite der Rinne, als gedenke er hinüberzuschwimmen, denn vorwärts mußte er.
Aber nach kurzem Besinnen nahm er einen Pfahl, der die Rinne abgesteckt hatte, stieg auf eine schwimmende Eisscholle, stieß mit dem Pfahl ab und kam ins Treiben. Die Leute am Strande schrien, als die Scholle sich in Bewegung setzte, doch Anders paddelte weiter. Als er sich der andern Seite näherte, begann seine Eisscholle zu sinken, langsam, gleichmäßig wie eine Falltür. Mit einem Satz sprang er auf die nächste Scholle hinüber, die ebenfalls sank, und dann wieder auf die nächste, worauf er im Galopp das Land erreichte; aber auf der letzten Strecke trat er das Strandeis durch, das wie zerbrochene Fensterscheiben klirrte.
»Ist der Herr Pastor zu Hause?« fragte er, ohne zu grüßen.
»Ja, das ist er,« war die Antwort.
Und nun eilte Anders hinauf nach einem roten Hause, das ziemlich ebenso aussah wie die andern.
Er betrat es in dem gleichen Tempo, das er beim Übergang über die Eisrinne angewendet hatte, riß die Tür auf und stand in der Stube, in der der Vikar in seinem Schaukelstuhl saß und schlief, um zwölf Uhr mittags.