»Nun, mein lieber Axel,« begann der Alte, »wie geht es dir jetzt?«
»Recht schlecht, Onkel,« antwortete Axel E., der schon bereute, in seiner Schwäche diesen robusten Kämpen herausgefordert zu haben.
»Wie steht es denn mit deiner Seele?«
»Ja, siehst du, Onkel, an die habe ich in diesen neunzig Tagen gedacht, aber ich komme nicht zur Klarheit.«
»Nicht? Nicht? Bist du dir deiner Schuld nicht bewußt geworden?«
»Nein, das bin ich nicht. Daß ich ein Sünder bin, weiß ich, denn wir sind in Sünde geboren; da wir aber alle Sünder sind, so bin ich keine Ausnahme und brauche meine Sünden nicht einem andern Sünder zu bekennen, der ebensogut mir beichten müßte, da wir ja Geschwister sind …«
»Du bist noch weit entfernt, mein Junge …«
»Warte ein wenig, dann will ich alles im Zusammenhang sagen, und meine Freunde hier sollen meine Zeugen sein …«
Hier hustete er, und seine flüsternde Stimme bekam ihren Klang wieder, als er sich in sitzende Stellung aufrichtete.