In der Küche standen zwei Kochtöpfe für den Kaffee auf dem Herde, und zusammen geliehene Mühlen krachten und knirschten. Zuckerhüte wurden mit dem Beil zerschlagen und Kaffeekuchen war in den Fenstern aufgeschichtet. Die Mägde liefen hin und her zwischen Küche und Vorratsschuppen, der mit Gekochtem und Gebratenem aller Art und mit Säcken voll frischgebackenem Brot behängt war.

Zuweilen steckte die Braut, mit losem Haar und in Hemdsärmeln, den Kopf durchs Kammerfenster und rief, bald nach Lotte, bald nach Clara.

Segel auf Segel bog in die Bucht ein, fuhr geschickt um den Brückenkopf und legte unter Flintenschüssen an. Aber

die Leute wagten sich noch nicht in die Stuga hinauf, sondern strichen in Scharen um den Hof.

Ein glücklicher Zufall hatte es gefügt, daß des Professors Frau und Kinder landeinwärts zu einem Geburtstage hatten reisen müssen, und nur der Professor zu Hause war. Der hatte daher freundlich die Einladung angenommen, gab auch seinen großen Saal für die feierliche Handlung her und seinen Rasen unter den Eichen für Kaffeetrinken und Abendschmaus. Da waren lange Bretter auf Böcke und Fässer gelegt, um Tische und Bänke zu bilden; die Tische waren bereits mit Decken versehen und mit Kaffeetassen gedeckt.

Auf der Höhe vor der Stuga bildeten sich jetzt kleine Gruppen. Rundqvist, Seehundstran im Haar, frisch rasiert, in schwarzer Jacke, hatte sich selber die Aufgabe gestellt, die Gäste durch spöttische Anmerkungen zu erheitern.

Norman hatte den Auftrag erhalten, zusammen mit Rapp den Ehrengruß zu donnern, hauptsächlich mit Dynamitpatronen; er hielt sich hinter der Hausecke und übte sich in kleinerem Maßstabe mit einem Terzerol. Dafür hatte er aber seine Harmonika hergeben müssen; die war heute in Acht und Bann getan, weil man den besten Geigenspieler der Gegend, den Schneider aus Fifong, berufen hatte; und dieser Herr war sehr empfindlich, wenn man in seine Kunst griff.

Dann kam der Pastor. Er war in scherzhafter Hochzeitslaune, bereit, mit dem Brautpaar zu spaßen, wie der Brauch es forderte. Er wurde von Carlsson auf der Schwelle empfangen und willkommen geheißen.

– Nun, müssen wir auch gleich taufen? grüßte Pastor Nordström.

– Nein, potztausend, so eilig ist’s denn doch nicht! antwortete der Bräutigam, ohne verlegen zu werden.