Als Gustav wieder in die Küche kam, sahen die Leute, daß ihm etwas geschehen war. Er sprach in versteckten Worten, er werde einen Fuchs fangen, den er schreien gehört; es sei besser, auf See zu gehen, als sich zu Hause von den Läusen fressen zu lassen; ein weißes Pulver unterm Futter könne Gäulen Mut machen; aber auch den Tod geben, wenn es zu viel sei.
Carlsson dagegen war beim Abendbrot äußerst menschenfreundlich; erkundigte sich nach Gustavs Arbeitsplänen und Jagdabsichten; holte das Stundenglas und ließ den weißen Sand rinnen; dann sagte er:
– Die Minuten sind kostbar; essen wir und trinken wir, denn morgen müssen wir sterben!
Gustav lag in dieser Nacht lange wach; viele finstere Gedanken und schwarze Pläne kreuzten sich in seinem Kopfe. Aber er war keine starke Seele, welche die Verhältnisse nach ihrem Sinn ändern, Gedanken in Handlung umsetzen konnte; wenn er eine Sache durchdacht hatte, ließ er sie fallen, als sei sie vollendet.
Nachdem er einige Stunden geschlafen und von andern Dingen geträumt hatte, war er wieder ebenso fröhlich und ließ fünf gerade sein, indem er darauf traute: Kommt Zeit, kommt Rat; die Gerechtigkeit wird schon ihren Gang gehen; und dergleichen mehr.
Der Frühling kam wieder, die Schwalben besserten ihre Nester aus und der Professor kehrte zurück.
Um dessen Stuga hatte Carlsson im Laufe der Jahre einen Garten angelegt; Flieder, Obstbäume, Beerenbüsche gepflanzt; für die er Stecklinge und Pfropfreiser aus der Pfarre geholt; Wege besandet und Lauben errichtet. Es begann herrschaftlich auf dem Hofe auszusehen.
Niemand konnte leugnen, daß der Fremdling Wohlstand und Gemütlichkeit geschaffen, daß er Feld und Vieh in die Höhe gebracht, Haus und Hof in Stand gesetzt; sogar den Preis für die Fische hatte er in der Stadt in die Höhe getrieben und ein Abkommen mit einem Dampfer getroffen,
damit man sich die langen zeitraubenden Fahrten nach der Stadt sparen konnte.