– Oh, wir haben Hummer mit Schwammpignons gegessen und dazu Porter getrunken.

– Da habt Ihr wohl auch die Mädchen gesehen, Carlsson?

– Ja gewiß, antwortete Carlsson freimütig.

– Und die sind sich gleich geblieben, nicht wahr?

Das waren sie nun allerdings nicht; das würde aber die Alte zu sehr gefreut haben; darum antwortete Carlsson nicht darauf.

– Ja, sie waren sehr nett! Wir sind abends in Berns Salon gewesen, um uns die Musik anzuhören; da habe ich sie mit Sherry und belegten Brötchen traktiert. Es war, wie gesagt, sehr nett.

In Wirklichkeit war es aber durchaus nicht nett gewesen; die Sache war nämlich ganz anders verlaufen.

Carlsson war in der Küche von Lina empfangen worden, denn Ida war ausgegangen; an der Ecke des Küchentisches hatte er dann eine halbe Flasche Bier getrunken. Dabei war die Frau des Professors in die Küche gekommen und hatte zu Lina gesagt, sie solle einen Hummer holen, da abends Besuch komme; dann war sie wieder gegangen.

Als Carlsson mit Lina wieder allein war, wurde die etwas verlegen; schließlich kriegte Carlsson aus ihr heraus, daß Ida seinen Brief empfangen und ihn eines Abends, als ihr Bräutigam dagewesen, laut vorgelesen habe; das war in der Kammer geschehen, wo der Bräutigam Porter trank und Lina Champignons reinigte. Und sie hatten sich halb tot gelacht. Zwei Male habe der Bräutigam den Brief gelesen, laut wie ein Pastor. Am meisten hatten sie sich über den »alten Carlsson« und seine »letzten Stunden« amüsiert. Als sie an die Stelle von »Versuchungen und Irrwegen« kamen, hatte der Bräutigam – er war Bierfahrer – vorgeschlagen, nach Berns Salon in die Versuchung zu gehen. Und sie waren dorthin gegangen und wurden von dem Bräutigam mit Sherry und belegten Brötchen traktiert.

Ob nun Linas Erzählung Carlssons Sinn erregt und sein Gedächtnis erschüttert hatte; oder ob er sich so lebhaft in die Kleider des Bierfahrers gewünscht, daß er sich in dessen angenehme Lage als Wirt versetzt, sich mit dem Hummer essenden Gast verwechselt, den Porter des Bräutigams getrunken und Linas Champignons gegessen hatte – genug, er stellte