– Ja, aber, lieber Carlsson, wenn Ihr Ida in Gedanken habt, dann könnt Ihr doch nicht in vollem Ernst an eine andere denken.
– Ida, nein, die Füchsin will ich nicht geschenkt haben! Nein, etwas Besseres muß es sein; Kleider am Körper muß sie wenigstens besitzen; und hat sie noch etwas mehr, so schadet es auch nichts; doch sehe ich nicht darauf, denn so bin ich, das ist meine Gesinnung.
Jetzt war man so viele Male hin- und hergefahren, daß man in die Gefahr kam, sitzen zu bleiben, wenn die Alte sich nicht noch einen Ruck gab.
– Nun, Carlsson, was würdet Ihr sagen, wenn wir beide uns zusammen täten?
Carlsson wehrte mit beiden Händen ab, als wolle er sofort vom ersten Augenblick an jeden Verdacht einer solchen Niedrigkeit verjagen.
– Aber das kann doch gar nicht in Frage kommen! beteuerte er. Daran wollen wir nicht einmal denken, geschweige denn davon sprechen. Was würden die Leute schwatzen: ich hätte Euch fürs Geld genommen. Aber so bin ich nicht, und das ist nicht meine Gesinnung. Nein, über die Sache wollen wir kein Wort mehr verlieren. Versprecht mir das, Tante, und gebt mir die Hand darauf (er streckte seine Hand aus), daß wir nie wieder davon sprechen! Gebt mir die Hand darauf!
Frau Flod aber wollte ihm nicht die Hand darauf geben, sondern sie wollte gerade die Sache gründlich besprechen.
– Warum soll man nicht von dem sprechen, was sich doch zutragen könnte? Ich bin alt, das wißt Ihr, Carlsson, und
Gustav ist nicht der Mann dazu, den Hof zu übernehmen. Ich brauche jemanden, der mir zur Seite steht und hilft; aber ich verstehe wohl, daß Ihr Euch nicht für andere verbrauchen und Euch nicht für nichts abrackern wollt: darum weiß ich mir keinen andern Rat, als daß wir uns verheiraten. Die Leute laßt nur schwatzen; sie klatschen doch so wie so! Habt Ihr nichts Besonderes gegen mich, Carlsson, so sehe ich nichts, was uns hindern sollte. Was habt Ihr gegen mich?
– Gegen Euch habe ich nichts, Tante, durchaus nichts; aber dieses dumme Geschwätz; und übrigens Gustav wird uns das nie vergessen.