Carlsson, der die Fische trug, konnte in die Küche gehen, um sich einen Schnaps geben zu lassen.

Dann ging man mit den Lichtern zum Küster; und dort gab es auch einen Schnaps.

Schließlich trafen sich alle vor der Kirche, sahen sich die Pferde der Großbauern an, lasen die Grabsteine und begrüßten Bekannte. Frau Flod machte dem Grabe Flods einen kurzen Besuch, während Carlsson bei Seite ging.

Als es zum letzten Male geläutet hatte, trat die Gemeinde in die Kirche ein.

Da die Hemsöer, nachdem die alte Kirche verbrannt war, keinen eigenen Kirchenstuhl hatten, mußten sie auf dem Gange stehen. Heiß war es, und fremd fühlten sie sich in dem großen Raume; aus reiner Verlegenheit schwitzten sie; sie sahen aus wie eine Bande aus der Besserungsanstalt, die am Pranger stand.

Die Uhr wurde elf, ehe man zum Kanzellied kam; die

Hemsöer hatten einige zwanzig Male die Beine umgestellt und die Füße gewechselt. Die Sonne schien so heiß in die Kirche, daß der Schweiß ihnen von den Stirnen perlte; aber sie standen wie in einer Zange und konnten sich nicht nach einem schattigen Fleck retten.

Da kommt der Kirchendiener und setzt Nummer 158 des Gesangbuches an. Die Orgel spielt ein Vorspiel und der Küster beginnt mit der ersten Strophe. Die wird mit Lust und Liebe gesungen, da man unmittelbar nach ihr die Predigt erwartete. Aber siehe, es kommt Strophe zwei und drei.

– Es kann doch nicht sein Ernst sein, alle achtzehn durchzunehmen? flüsterte Rundqvist Norman zu.

Aber es war Ernst! In der Tür zur Sakristei war Pastor Nordströms zorniges Gesicht zu sehen, das die Gemeinde trotzig und herausfordernd anblickte; er hatte beschlossen, ihr eine gehörige Lehre zu geben, da er sie ein Mal unter den Händen hatte.