– Bist du’s? hörte er von innen und erkannte die Stimme des Pastors.
– Nein, Sie sind’s, Herr Pastor, rief Gustav erstaunt, als er den Geistlichen am Herdfeuer sitzen und Heringe braten sah. Sind Sie allein draußen?
– Ich bin herausgefahren, um Dorsch zu fischen; ich habe auf der Südseite gesessen, deshalb habe ich dich nicht gesehen. Aber warum bist du nicht zu Hause und hilfst die Hochzeit rüsten?
– Ich werde die Hochzeit nicht mitmachen, meinte Gustav.
– Ach Geschwätz, warum solltest du sie nicht mitmachen?
Gustav erklärte, so gut er konnte, seine Gründe; aus denen ging hervor: er wollte erstens ein Fest nicht mitmachen, das ihn anwiderte; zweitens wollte er den brandmarken, der sein Gegner war.
– Aber deine Mutter? wandte der Pastor ein; ist es nicht schade um sie, so bloßgestellt zu werden?
– Das kann ich nicht finden, antwortete Gustav. Es ist eher schade um mich: ich kriege diesen Knoten zum Stiefvater und kann den Hof nicht erben, solange er darauf sitzt.
– Ja, mein Junge, das ist jetzt nicht mehr zu ändern; vielleicht aber kann man später ein Mal etwas dabei machen. Jetzt mußt du morgen ganz früh dein Boot nehmen und heimsegeln. Die Hochzeit mußt du jedenfalls mitmachen!
– Daraus wird nichts, da ich’s mir einmal in den Kopf gesetzt habe, versicherte Gustav.