Julie. Sind Sie dessen so sicher?
Jean. Sie meinen, es könnte geschehen! Ich könnte Sie lieben, ja, zweifellos: Sie sind schön, Sie sind fein, er nähert sich ihr und faßt ihre Hand gebildet, liebenswürdig, wenn Sie wollen, und wenn Sie die Begier eines Mannes erregt haben, erlischt dieselbe wahrscheinlich niemals. Er umfaßt sie. Sie sind wie glühender Wein mit starken Kräutern, und ein Kuß von Ihnen — er versucht sie nach links hinauszuführen; aber sie ringt sich los.
Julie. Lassen Sie mich los! So gewinnen Sie mich nicht!
Jean. Wie denn? — Nicht so! Nicht mit Liebkosungen und schönen Worten; nicht mit Umsicht für die Zukunft, Rettung vor Schande! Wie denn?
Julie. Wie? Wie? Ich weiß nicht! Überhaupt nicht. Ich verabscheue Sie, wie die Ratten, aber ich kann nicht ohne Sie sein.
Jean. Fliehen Sie mit mir!
Julie macht sich an ihrem Anzug zu schaffen. Fliehen? Ja gewiß werden wir fliehen! Aber ich bin so müde! Geben Sie mir ein Glas Wein.
Jean gießt ein.
Julie sieht nach der Uhr. Aber erst müssen wir reden; wir haben noch ein wenig Zeit übrig. Sie trinkt das Glas aus und reicht es nach mehr dar.
Jean. Trinken Sie nicht so unmäßig, Sie werden berauscht.