Als sie eine Treppe hinaufgingen, trafen sie ein kleines schwarzes Mädchen mit verweinten Augen, das manierlich aussah und einen guten Eindruck auf Theodor machte.

Der Leutnant küsste sie nicht, zog aber sein Taschentuch und trocknete ihr die Augen. Dann befahl er einen kolossalen Schmaus.

Es war ein heller, heiterer Raum, mit Spiegeln und Klavier, zu Bacchanalen eigens eingerichtet. Der Leutnant öffnete den Deckel des Klaviers mit dem Säbel, und ehe Theodor sichs versah, sass er auf dem Stuhl und hatte die Hände auf der Klaviatur.

– Jetzt spielst du einen Walzer, sagte der Bruder.

Und siehe, Herr Theodor spielte einen Walzer. Und der Leutnant schnallte den Säbel ab und tanzte mit seiner Jossa einen furchtbaren Walzer, dass die Sporenräder in Stuhlbeine und Tischfüsse hieben. Dann warf er sich auf ein Sofa und schrie:

– Kommt her, Sklavinnen, und fächelt mir Kühlung zu.

Theodor ging in Mollakkorde über und war bald in Gounods Faust. Er wagte sich nicht umzudrehen.

– Geht und gebt ihm einen Kuss, flüsterte der Bruder.

Das getraute sich aber keins von den Mädchen. Nein, sie hatten beinahe Furcht vor ihm und seiner düstern Musik.

Aber die Kühnste trat ans Klavier heran, um etwas zu sagen: