Als er sich Zucker nehmen wollte, trafen sich ihre Hände zufällig.
– Verzeih, lieber Mann, sagte sie mit einer Miene, die er noch nie gesehen hatte und die an ein junges Mädchen erinnerte.
Sie sprachen über gleichgültige Dinge.
Am Vormittag wurde der Reichstag eröffnet.
Helene blieb bei ihrer nachgiebigen Art und wurde von Tag zu Tag gefühlvoller.
Die Frist, in der Anträge eingebracht werden mussten, ging zu Ende.
Der Professor kam eines Abends, nachdem er im Klub gewesen, ungewöhnlich aufgeräumt nach Haus. Er ging in sein Zimmer und legte sich wie gewöhnlich mit seiner Zigarre und seiner Zeitung zu Bett. Nach einer Weile hörte er, wie Helenes Tür geöffnet wurde. Dann blieb es einige Minuten still. Schliesslich klopfte es an seine Tür.
– Wer ist da? rief er.
– Ich bin es, Albert! Zieh dich an und komm heraus, ich muss mit dir sprechen.
Er zog sich an und kam in den Salon. Helene hatte einen Kronleuchter angesteckt und sass auf dem Sofa, in ihren Spitzenmorgenrock gekleidet.