Am nächsten Freitag, als es wieder gesalzenen Lachs geben sollte, kam Ludwig mit zwei Schneehühnern nach Haus! Er blieb in der Tür stehen und schrie:

– Kannst du dir denken, Luise, kannst du dir etwas so Unerhörtes denken?

– Nein, was denn?

– Du wirst es nicht glauben, wenn ich dir sage, dass ich ein Paar Schneehühner gekauft habe, selbst auf dem Markt gekauft habe, für – rate!

Seine Frau sah eher verstimmt als neugierig aus.

– Denk dir, eine Krone das Paar!

– Ich habe Schneehühner schon für achtzig Pfennige das Paar gekauft; aber (fügte sie versöhnend hinzu, um ihren Mann nicht ganz aus der Fassung zu bringen) es gab viel Schnee in jenem Winter!

– Ja, aber du musst doch jedenfalls zugeben, dass es billig ist.

Was würde sie nicht zugeben, um ihn froh zu sehen!

Abends aber hatten sie Grütze auf dem Tisch, um eine Probe zu machen. Nachdem Ludwig jedoch ein Schneehuhn gegessen hatte, bedauerte er sehr, dass er nun nicht mehr so viel Grütze zu essen vermöchte, wie er gern gewollt hätte, um ihr zu zeigen, dass er wirklich Grütze essen wolle. Und Grütze esse er gern, aber Milch sei ihm kaum möglich, nachdem er kaltes Fieber gehabt. Er könne Milch nicht hinunterbringen, aber Grütze wolle er jeden Abend essen, jeden einzigen Abend, damit sie nur nicht böse auf ihn werde.