Wie schön sie war, als sie wieder aufstand. Und wie intelligent in allem, was das Kind betraf.
Und er fühlte sich als Mann. Statt von den Pferden des Grafen und den Kricketpartien des Barons zu sprechen, sprach er jetzt fast zuviel von seinem Sohn.
Und wenn er jetzt eines Abends fort war, sehnte er sich nach Haus; nicht weil seine Frau wie ein böses Gewissen dort sass und wartete, sondern weil er wusste, dass sie nicht allein war. Und wenn er nach Haus kam, so schliefen sie, sowohl sie wie das Kind. Er wäre beinahe eifersüchtig auf den Kleinen geworden, denn es hatte doch einen gewissen Reiz, wenn man sehnsüchtig erwartet wurde.
Nun durfte er sein Mittagschläfchen halten. Und wenn der Vater fort war, wurde das Klavier wieder aufgemacht und das Lieblingslied von der „Rose im Walde“ gesungen, denn das war ganz neu für Harald, und es wurde auch neu für die arme Laura, die es lange nicht gehört hatte.
Zum Häkeln hatte sie nie mehr Zeit, aber das Haus war auch voll genug von Decken. Aber auch zu seiner Abhandlung fand er nicht die Zeit.
– Die soll Harald schreiben, sagte der Vater, denn er wusste jetzt, dass sein Leben nicht zu Ende war, wenn es einmal zu Ende ging.
Manchen Abend sassen sie wie früher zusammen und plauderten; jetzt aber sprachen sie beide, denn jetzt verstand sie, wovon sie sprachen.
Sie bekannte, sie sei ein einfältiges Ding, das von Theater und Religion nichts verstehe; das habe sie ihm aber gesagt, obwohl er es nicht habe glauben wollen.
Jetzt aber glaubte er es erst recht nicht.
Und sie sangen das Lieblingslied und Harald schrie mit, und sie tanzten nach der Melodie, und sie wiegten das Kind danach, und das Lied wurde doch nicht verbraucht!