Der Baron sah ihr Kind mit einem seltsamen Gefühl von Neid. Es war ein grosses, starkes Ding. Schön war es nicht, aber sicher würde es sich durch viele Familienglieder fortpflanzen können. Das Kind war zum Leben geboren, aber es wurde nicht sein Los.

Anna weinte, als es ins Waisenhaus gebracht wurde, aber das gute Essen im Herrnhaus, denn sie ass vom Essen der Herrschaft und bekam Porter und Wein, so viel sie wollte, tröstete sie allmählich. Auch durfte sie ausfahren in der grossen Kalesche, auf deren Kutschbock ein Bedienter sass. Und dann konnte sie „Tausendundeine Nacht“ lesen. Noch nie in ihrem Leben war sie so gepflegt worden.

Aber nach zwei Monaten kam Anders zurück. Er war bei seinen Eltern auf Besuch gewesen. Hatte gegessen, getrunken und sich ausgeruht. Er nahm den Hof in Besitz, verlangte aber nach seiner Anna. Könnte sie nicht wenigstens bei ihm vorsprechen? Nein, das wollte die Baronin nicht. Keinerlei Geschichten!

Anna begann abzunehmen und der kleine Baron schrie. Der Arzt wurde um Rat gefragt.

– Man lasse sie zusammen, sagte er.

– Wenn das aber schädlich ist?

– Im Gegenteil!

Aber Anders sollte erst „analysiert“ werden.

Das wollte Anders nicht. Anders erhielt einige Schafe und dann wurde er analysiert.

Der kleine Baron schrie nicht mehr.