"So spricht der Herr, HErr: Weh euch, die ihr Kissen machet den Leuten unter die Arme und Pfühle zu den Häuptern, beide, Jungen und Alten, die Seelen zu fahen ... ich will die Kissen von euern Armen wegreissen, und die Seelen, so ihr fahet und vertröstet, losmachen."

Bin ich ein Zauberer geworden, ohne dass ich es weiss?

9. Juni.—Ich besuchte meinen dänischen Freund, um mir seine Bilder anzusehen. Als ich kam, war er gesund und munter, nach einer halben Stunde aber bekam er einen solchen Nervenanfall, dass er sich ausziehen und zu Bett legen musste.

Was hatte er? War es das schlechte Gewissen?

14. Juni. Sonntag.—Ich finde einen vierten Kiesel in Herzform, dieses Mal im Luxemburggarten, aber von derselben Art wie die früheren. Am Stein klebt etwas goldgelber Flitter. Ich begreife das Rätsel nicht, ahne aber eine Voraussage. Ich vergleiche die vier Kiesel vor dem offenen Fenster, als die Glocken von Saint-Sulpice zu läuten beginnen; dann kommt der grobe Brummbass von Notre-Dame, und durch dieses gewöhnliche Läuten dringt ein dumpfes feierliches Rollen, als komme es aus den Eingeweiden der Erde.

Den Diener, der mir die Post bringt, frage ich, was das bedeutet.

—Das ist die grosse Savoyade von Sacre Coeur de Montmartre.

—Es ist also das Fest des heiligen Herzens?

Und ich betrachte meine vier Herzen aus hartem Stein, ein wenig gepackt von diesem auffallenden Zusammentreffen.

Ich höre dem Kuckuck aus der Richtung der Kirche Notre-Dame-des-Champs, und das ist doch unmöglich; meine Ohren müssten denn so überempfindlich geworden sein, dass sie Töne aus dem Wald von Medon wahrnehmen.