Diese letzten Tage nach der Katastrophe des Russen hat mich eine neue Unruhe ergriffen. Es kommt mir vor, als beschäftige man sich irgendwo mit mir, und ich vertraue dem dänischen Maler an, dass der Hass des gefangenen Russen mich wie unter dem Fluidum einer Elektrisiermaschine leiden lässt.

Es gibt Augenblicke, in denen ich ahne, dass mein Aufenthalt in Paris bald ein Ende nehmen wird und eine neue Peripetie mich erwartet.

Der Hahn auf dem Kreuz von Notre-Dame-des-Champs scheint mir mit den Flügeln zu schlagen, als wolle er in nördlicher Richtung davonfliegen.

Im Vorgefühl meiner bevorstehenden Abreise beeile ich mich meine Studien im Jardin des Plantes zu vollenden.

Eine Zinkwanne, in der ich Goldsynthesen auf feuchtem Wege vornehme, zeigt an den innern Seiten eine Landschaft, die durch die verdunsteten Eisensalze gebildet ist. Ich deute sie als ein Vorzeichen, aber ich bemühe mich vergeblich zu ahnen wo diese ausserordentliche Landschaft liegen wird. Mit Nadelbäumen, vor allem mit Fichten, bewaldete Hügel; zwischen den Höhen Ebenen mit Obstbäumen, Kornfeldern; alles weist auf die Nachbarschaft eines Flusses. Ein Hügel, mit Abgründen von schlichtenförmiger Formation, ist mit den Ruinen einer starken Burg gekrönt.

Ich finde mich noch nicht zurecht, aber ich werde es über ein Kleines tun.

25. Juni.—Bei dem Haupt des wissenschaftlichen Okkultismus, dem Herausgeber der "Initiation", eingeladen. Als wir, der Doktor und ich, in Marcolles en Brie ankommen, werden wir von drei schlechten Neuigkeiten empfangen. Ein Wiesel hat die Enten getötet, ein Kindermädchen ist erkrankt, die dritte ist mir entfallen.

Als ich am Abend nach Paris zurückkehre, lese ich in einer Zeitung die so berühmt gewordene Geschichte von dem Gespensterhaus in Valence en Brie.

Brie? Sehr argwöhnisch fürchte ich, dass bei den Bewohnern des Hotels mein Ausflug nach Brie Verdacht erregt; dass man mich beschuldigt, diesen Schwindel oder besser diese Hexerei durch meine alchemistischen Kenntnisse vorbereitet zu haben.

Ich habe mir einen Rosenkranz gekauft. Warum? Er ist schön und der böse Geist fürchtet das Kreuz. Übrigens erkläre ich mir nicht mehr die Gründe meiner Handlungen. Ich handle, wie es kommt: das Leben ist lustiger auf diese Weise!