Das Quadersandsteingebirge.

Seine östliche Begrenzung ist bereits angegeben worden. Sein Charakter sind abgeplattete, in ziemlich gleichem Niveau liegende Gipfel, enge Spaltenthäler mit steilen, oft senkrechten Wänden, hohe, aus Quadern aufgethürmte Felsmauern, einzelne thurmähnliche, mitunter grotesk gestaltete Gesteinsmassen, tiefe Spalten und bizarre Höhlungen.

In touristischer Beziehung sind drei Partien bemerkenswerth ausser mehreren, an sich interessanten Spaziergängen. Es sind die Tyssaer Wände, der Schneeberg und die Partien um Bodenbach.

I. Die *Tyssaer Wände.

Zu erreichen: von Peterswalde (unweit der Kirche nach Osten) in ¾ St. Von Teplitz auf der Dux-Bodenbacher Bahn Station Königswald, 1 St. von Tyssa. Von Bodenbach dieselbe Bahn und Station.

In Tyssa ist sehr viel Industrie, besonders werden Knöpfe aus verschiedenem Material verfertigt.

Gasthaus »Beim Jäger« (Eigenname), »zum Grafen Thun« (nahe am Eingange in die Wände). Rest. »beim Sturm«.

Der Weg zu den Felswänden ist wohl nicht zu verfehlen, doch ist nöthig, sich den Eingang zeigen zu lassen. Nun hat man zwei Wege vor sich: rechts nach oben und schräg rechts im Thale, beide sind zu empfehlen, bieten aber verschiedenes.

Der obere führt über das Plateau oder besser den horizontalen Kamm dieser Sandsteinwände, die steil, mauerartig, mit tiefen Klüften und Spalten, 57 bis 62 m. hoch, emporragen. Die bizarren Formationen erinnern an Weckelsdorf und Adersbach oder an die Partien um die Louisenburg im Fichtelgebirge und dürften einen Vergleich mit ihnen wohl aushalten.

Manche kann man mit wenig Phantasie zu verschiedenen Gestalten leicht ergänzen, ein Führer wird daher Namen wie Medusenhaupt, Löwenkopf, Bürgermeister, Doctor anführen. Man hat auch eine schöne Aussicht auf die tief unten liegende anmuthige Landschaft. Die Lage mancher Steinkolosse ist so grotesk, dass man hier Naturscherze und Spielereien dahinter vermuthen möchte. Beim Ausgange kommt man auf die Strasse, die zu dem Orte Schneeberg führt.