8. Das bischöfliche Seminar, welches in dem ehemaligen Jesuitencollegium untergebracht ist, ist mit der Kirche Maria Verkündigung, für gewöhnlich Jesuitenkirche genannt, verbunden. In einer Nische unterhalb der Bogenwölbung an der sogenannten Jesuitenstiege erhebt sich das Denkmal des vaterländischen Dichters Josef Emanuel Hilscher, der am 22. Jänner 1806 in Leitmeritz geboren wurde und nach einem unglücklichen Soldatenleben im Mai 1837 als Feldwebel starb.

9. Das Kapuzinerkloster mit der Kirche der heil. Ludmilla am Kapuzinerplatz.

10. Das Dominikanerkloster mit der Kirche des heil. Jakob in der Dominikanergasse.

11. Die Kirche des heil. Adalbert in der Vorstadt Sasada.

12. Die Kirche des heil. Wenzel, während der Pest 1713 in Folge eines Gelübdes von dem italienischen Baumeister Broggio im italienischen Renaissancestyl erbaut, später aufgehoben und als Getreideschüttboden benützt, seit 1852 wieder dem Gottesdienste geweiht.

13. Die Kirche des heil. Johann des Täufers unterhalb des Domhofes in der Rudolfsgasse an der Nordwestbahn, 1465 gegründet, im dreissigjährigen Kriege zerstört und 1682 wieder hergestellt.

14. Das Marien-Hospital an der Schüttenitzer Strasse, im Jahre 1845 vom Bischof Augustin Bartholomäus Hille erbaut.

15. Die alte Sct. Georgskirche nächst dem Domhofe, oberhalb der Vorstadt Fischerei auf einem Hügel gelegen, von Leitmeritzer Fischern gegründet und zur Pfarrkirche der Vorstadt Fischerei bestimmt. Auf dem Friedhofe rings um die Kirche wurden die Leitmeritzer Fischer beerdigt; jetzt erhebt sich dort die dem Leitmeritzer Bürger Baschta gehörige Villa Georg.

Wenn wir nun noch

16. die Elbebrücke erwähnen, so haben wir die bedeutendsten Bauten und Sehenswürdigkeiten von Leitmeritz angeführt. Der Bau der gegenwärtigen ärarischen Eisenbrücke, nach Schiffkorn'schem System construirt, wurde 1857 bewilligt und 1858 bis 1859 vollendet.