In dem dreissigjährigen und dem österreichischen Erbfolge-Kriege hatte Elbogen viele Drangsale zu bestehen.
Im Jahre 1725 legte eine verheerende Feuersbrunst die ganze Stadt bis auf einige Häuser in Asche.
Auch die Kirche brannte nieder. Ihr Neubau erfolgte 1728. Das prachtvolle Altarblatt, Ermordung des hl. Wenzel, ist vom berühmten Maler Brandl gemalt.
Die St. Johanneskirche bestand schon im 14. Jahrhunderte, wurde aber baufällig und 1854–1857 neu erbaut. Der angrenzende Friedhof wurde aufgelassen und 1877 ein neuer auf dem Goldberge angelegt. Die St. Annakapelle wurde 1742 in Folge eines Gelübdes gebaut. Der französische General Armentiers belagerte in diesem Jahre die Stadt. Die geängstigten Bewohner veranstalteten am 26. Juli eine Procession und gelobten zugleich nach Rettung aus dieser Bedrängniss der hl. Anna zu Ehren eine Kapelle zu bauen, was auch geschehen ist. Es kam zur Capitulation; aber die Stadt wurde in keiner Weise geschädigt.
Wo derzeit die St. Wolfgangskapelle steht, war vor alten Zeiten eine Kirche, die von den Hussiten und Schweden zerstört wurde. Die Muttergotteskapelle stammt aus neuerer Zeit.
Mitten am Ringplatze steht die schöne Dreifaltigkeitsstatue, 1719 vom Stadtrathe errichtet.
Elbogen besitzt zwei schöne und geräumige Schulgebäude für eine Oberrealschule, im J. 1840, und für eine Volksschule, im J. 1867 erbaut.
Sehenswürdigkeiten: Das alte Schloss, bestehend aus dem Wartthurm, dem Schlossgebäude und dem Markgrafenhaus. Als es im J. 1792 in ein Kriminal-Strafhaus umgewandelt wurde, fielen die hohen Thürme, Spitzdächer und der grösste Theil des Mantelgebäudes des Wartthurmes diesem Umbaue zum Opfer.
Das Rathhaus, 1685 erbaut. In demselben werden, wie aus dem Voranstehenden hervorgeht, aufbewahrt: