Adelaidens Blick fiel unzufrieden auf den Unbesonnenen, denn sie sah, daß der Sinn dieser Worte den Jammer der Mutter aufregte. „Daß Betty doch so leicht schwärmt und Zynthio so gern ein solches Thema applaudirt! Ohne den Sicilianer würde die Phantasie der Brittin im ruhigern Gleise geblieben seyn!“ — klagte die Holde.
Kind, laß sie! unterbrach die Generalin ihre Tochter. Wohl ihnen! ihre Phantasie erhält ihren Muth, wo mir das Herz brechen wird. — Wie Gott will! Lange werde ich mein Unglück nicht beweinen!
Wo ist Karoline? fragte Adelaide, als sie zur Heimkehr aufbrechen wollten — daß ich ihr gute Nacht wünsche.
Sie schnürt ihr Bündel — antwortete der Landrath — und geht mit nach Wallersee.
Die Freude dank ich dir, Theodor!
Ach mir macht die Ursach wenig Freude; versicherte dieser.
Ja wahrlich — nahm der Erste wieder das Wort — wer könnte sich jetzt freuen: — Gutes, liebes Kind! — werden Sie dieses Haus, wo wir alle Ihnen mit Liebe entgegen kamen, wohl wieder betreten? — und wann? — Karoline erwählt das beste Theil. Sie will sich lieber vors erste gar nicht mehr von Ihnen trennen. — Aber das können wir Alten nicht; Nun, wir haben einen guten Bothschafter an unsrer Tochter; — Nachricht von Ihrem Befinden soll und täglich zweimal werden.
Will man mich denn hier nicht wiedersehen? — scherzte Adelaide, ihre Wehmuth ziemlich mühsam verbergend — Es wird Ihnen nicht gelingen; ich dränge mich ein — und verschließt man mir die Thüren, so erscheine ich als Geist.
Als Geist! — wiederholte tief bewegt Vater Elfen — als er die langsam dahinrollende Equipage endlich aus den Augen verlor, und eben so langsam in das Zimmer zurückschlich.