Oh ... oh ... oh ... oh ... oh ... jeeeh ...!
Ein Pfiff, ein langgedehntes, grelles, aufheulendes Brüllen, gleich einem Aufschrei der gequälten Kreatur.
Das Weib richtet den Oberkörper etwas auf.
»Es pfeift, Vaclav,« stöhnt sie aus ihren Schmerzen, »lauf', du versäumst!«
Vaclav erhebt sich langsam. Er sucht beim trüben Schein der Lampe in der Lade nach dem Brotlaib, schneidet einen Fetzen davon ab und steckt ihn in die Jacke zu der Branntweinflasche. Noch einmal tritt er an das Bett und streichelt seines Weibes feuchte Stirn.
»Sorgt Euch nicht, Stejskal, um die Božena,« sagt die alte Babi, die beschäftigt ist, Wasser in ein kleines Holzgefäß zu gießen, »gut wird's gehn. Wenn Ihr nach Haus kommt, ist ein Bub' da.«
Ob Bub', ob Mädel, ihm ist's gleich. Ein Esser mehr zu den dreien, die schlafend in Kisten an der Erde liegen. Und die Frau erwerbslos für die nächsten Wochen.
Was ist zu tun? Wenn Gott es so bestimmt hat.
Er läuft, um nicht in Strafe zu verfallen. So hastig rennt er durch die unerhellte, nebeldicke Morgenluft, daß er die Kälte, die sein Gesicht zerschneidet, nicht empfindet.