Schon steht er zwischen seinen beiden Stühlen.
Oh ... oh ... oh ... oh ...
Oh ... oh ... oh ... oh ... oh ... jeeeh heult zum zweitenmal die Pfeife.
Sssss zischt die Dampfmaschine, bewegt die Arme, bringt den Betrieb in Gang; die Schützen fliegen durch die Kettenfäden.
Und Vaclav weiß nicht, daß sich in das Ausklingen des zweiten Pfiffs daheim in seiner Hütte ein leiser Wehlaut mischt. Das erste Wimmern seines vierten Kindes.
Piska – es pfeift – wird sie genannt. Die Dampfpfeife, die sie zur Welt gerufen hat, wird ihre Patin.
* * * * *
Kind und Mutter. Alles Reiche, Starke, Zwingende ursprünglichster Instinkte ... Fünf Wochen lang kriecht das Tierchen Piska an die Mutterbrust. Mit seinem Hunger, seinem Frost, mit jedem Zittern seines leiblichen Verlangens.
Plötzlich liegt es in Verlassenheit. Lange Stunden, Ewigkeiten. Die Händchen tasten in das Leere, die Lippen stoßen klagend etwas Mißschmeckendes zurück, schließen sich, lustlos saugend, um etwas Kaltes, Nahrungsloses; bis sie der Lebensquell aufs neue füllt; bis Mutterzärtlichkeit mit Brust und Arm und Mund den kleinen Körper wärmend einhüllt.
In diesen Augenblicken tierischen Entzückens huscht durch das Dämmern des kindlichen Bewußtseins ein Geräusch, ein Laut ...