Die Hand der Mutter liebkost sie nicht mehr. Müde ruht sie auf dem Schoß, in dem sich wieder neues Leben regt. Schon ruft es abermals zur Mühsal. Seufzend stehen alle auf, folgen der Mahnerin, der Unerbittlichen ...

Oh ... oh ... oh ... oh ...

Oh ... oh ... oh ... oh ... oooh ... jeeeh ...

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Was sich die kleine Piska alles denkt, wenn sie die Pfeife hört. »Ein großer Mann, ein Riese, noch höher als ihr Häuschen, der so schreit.«

Sie ahmt ihm nach, wenn sie mit den Kindern spielt. Auf der offenen Heerstraße, die ihr Spielplatz ist. Sie pfeift, die anderen müssen in den Winkel rennen, »in die Fabrik«. Im Winter dringt ihnen der Schnee in die zerlumpten Stiefel. Im Sommer wühlen ihre nackten Sohlen den Staub auf, daß er in Wolken aufsteigt und ihnen fressend in die Lungen dringt.

Viel später, Piska geht schon in die Schule und weiß: es ist der Dampf, der mit so tobendem Gekreisch entweicht, verbindet sie geheimnisvolle Vorstellungen mit dem grellen Schrei.

Er ist ihr der Direktor, vor dem die Mutter zittert, der die gut und schlecht bezahlte Arbeit zu vergeben und die Strafen anzusetzen hat. Auf den der Vater schimpft: »Lump, verfluchter, tritt den Arbeitsmann, kriecht dem Herrn in den H.....n!«

Oder gar der Herr Besitzer selbst, der furchtbar reiche, der die Tasche voll mit Sechserln hat, alle Tage zweimal Fleisch kriegt und drei Liter Pilsener Bier dazu.

Oder sonst ein Übermächtiger, ein Zauberer.