Sie drängt sich angstvoll an ihn an. Eine kurze, heftige Umarmung vereint die beiden, die Strafe und Entdeckung nicht bedenken.
* * * * *
Hochsommer. Glühend brennt die Sonne auf die ungeschützten Scheiben. In schrägen Streifen tanzt der Staub und Baumwollflug im Saale. Piska sieht weiß aus. Ihre Finger zittern, wenn sie den Knoten knüpfen sollen. Bei jeder Lohnauszahlung trifft sie seit Wochen eine Strafe, und der Direktor droht mit der Entlassung.
Jetzt nimmt sich eine Mitleidige ihrer an.
»Geh' bissel auf die Luft, ich gib' dir Obacht.«
Die Kleine wankt hinaus; sie schleppt sich aufwärts in den Wald. Ein Tier, das in das Dickicht kriecht, dort zu verenden.
Ist ihr schlecht. Jeschisch Margotte ... was für Schmerzen. Sie schreit und jammert. Stromweise stürzen ihr die Tränen aus den Augen, die Hände krallen in die glatten Tannennadeln, die den Boden decken.
Die Pfeife hört sie noch und denkt verworren: Wenn man nur nicht gemerkt hat, daß ich eher weg bin. Dann überwältigen die Qualen die Gedanken.
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Ein grelles, langgedehntes, aufheulendes Brüllen weckt sie auf. Sie möchte aufstehen, an die Spulbank eilen.