Kaffee des Morgens, Kaffee vormittags, mittags, nachmittags und abends.
Und Sonntags Speck. Drei volle Pfunde. Wer seine Knochen noch bewegen konnte, dem stand es frei, sich seinen Tabak zu verdienen. Nur Branntwein war verpönt. Der schädigte den Körper und die Seele.
Zwölf waren sie. Verwaiste Eltern alle und keiner unter siebzig.
Der Tod war durch ihr Haus gegangen und hatte sie verschmäht. Wegmüde Wanderer. Entzweigte Bäume, kronenlos, ins Lebensmark getroffen.
Nicht alle waren Heringsfischer.
Gwij Louw hat Zwiebel und Kartoffel eingesetzt und ausgegraben Jahr um Jahr. Vom vielen Bücken war sein Rücken krummgebogen.
Joost Bluijs gab seine Kraft den Kähnen. Das Seil um seine Schultern ging er uferlängs mit schweren Schritten, zog die schwerbeladenen, flachen Kähne durch die Kanäle. Durch die stillen, grünumsäumten Wasserstraßen, der Landschaft Zierde und die Freude aller schönheitsfrohen Blicke.
Frucht und Gemüse hatte Arrie Paap durch das Land geschoben. Winter und Sommer. Durch Schneesturm und durch Sonnenglut, durch Schlamm und Flugsand. Dem Karren unter, zwischen Räderkreischen, die beiden Helfer. Kleine Hunde, zottig, mager, unter ihrer Bürde aus atemlosen Lefzen keuchend. An hundert Tiere mordete die Straße.
Huip van Spaart war Muschelsammler. Alltäglich, nach der Flut, war er ins Meer gegangen, das Netz vor sich, quer durch die Wellen. Neben ihm, bis an den Bauch im Wasser, zog das alte Pferd den hohen Wagen. »Ho–i,« schrie Huip. Das Pferd stand still, der Fang fiel prasselnd in die Wagenhöhlung. Und weiter ging's, quer durch die Wellen, Mann und Pferd bis an den Bauch im Wasser.
Huip lebte noch die Frau, wie auch dem Gwij. Joost Bluijs war Witwer. Erst seit kurzer Zeit. Nun durfte er das Doppelbett allein benutzen.