Da war noch Aagje Kruit, die Armenmutter vor Eef Waas gewesen war. Und Tietje Boon, die nicht ganz richtig war im Kopf.

Seit ihrer Jugend, meinten manche.

Andere sagten, seit jenem Tag, an dem sie Mann und Kind verloren hatte.

An einem Wintersonntag auf der Heimfahrt aus der Kirche.

Im Treibeis kenterte das Boot. Der Vater hielt das Kind, bis die erstarrten Hände Hilfe fanden. Dann sank er kraftlos. Tietje, am Bugspriet angeklammert, bewußtlos, halb ertrunken, blieb am Leben. Sie lag in hohem Fieber, als man das Kind begrub.

Sie saß meist und stierte in die Luft. Nur wenn das Essen kam und man ihr das Verlangte nicht gleich reichte, erwachte sie und heulte wie ein Tier, das Schmerzen hat.

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Novemberabend.

Heulend rast der Sturm. Aus seinem Brüllen schreit der Tod.

Draußen – weit draußen – zwischen Gischt und Wirbel unter schwarzverhangenem Himmel. Bergehoch, tälertief wirft er das Fahrzeug, faßt es mit der Eisenfaust, zerbricht es – begräbt sein Leben in dem tollen Strudel. Jauchzend rennt er vorwärts, türmt die Wasser, rüttelt an den Dämmen.