Auf das Armenhaus wirft er sich wütend. Dreihundert Jahre schon berennt er es, kämpft er mit der buntbemalten Puppe, dem alten Fischer, die den Giebel krönt.

»Ich will dich zwingen, Popanz – heut' zertrümmere ich dich.«

Drinnen in der Halle hocken die Alten um den runden Tisch. Auf die weißen Köpfe fällt das bleiche Licht der Hängelampe.

Aber in den tiefen Ecken, wo die schwarzen Schränke stehen, ballen sich die Dunkelheiten, rücken drohend näher, fressen an dem blassen Lichtkreis. Lärmend tost der Wind.

Hui – ein Stoß – und wieder einer.

Die rote Balkendecke zittert, zuckend tanzt die Lampenflamme, und die Mauern schwanken. Klirrend reißt es an den Fenstern. Eisig pfeift es durch die Ritzen, fegt mit Ungestüm quer durch den Saal.

In den greisen Körpern friert das Leben. Zögernd schleicht das kalte Blut durch die welken Adern, und der Herzschlag stockt.

Sie fordern murrend »Mutters Zimmer« in der bösen Nacht. Es ist kleiner und die Mauern dicker, man kann Feuer machen im Kamin.

Mutter Eef hat nichts verstanden. Sie geht in dem blauen Wollkleid (Rock und Jacke, sommers, winters stets das gleiche), auf dem grauen Haar die weiße Haube, hin und wieder, räumt und ordnet. Noch ganz jung, kaum fünfzig Jahre.

Ihr nettes Stübchen. Heute hat sie erst die roten Ziegelsteine reingescheuert.