Nicht einmal die Katze, die ihr Liebstes ist, durfte auf die hohen Binsenstühle springen.
Diese Horde Schweine, die nach Schmutz und Branntwein stinken, Tabak qualmen und in alle Ecken spucken.
Nützen nichts, die tauben Ohren. Immer lauter wird das Murren.
Und jetzt humpelt Aagje Kruit aus ihrem Stübchen. Einundneunzig, eingeschrumpft und eingetrocknet, schon der Erde nahe, in die sie bald gesenkt wird.
»Hör', Eef, in solchem Wetter haben sie ein Recht, bei dir zu sitzen. Mach' das Feuer an in deiner Kammer.«
Mageres Feuer. Ein paar Stücke Torf, ein Korb voll Dünengras. Doch es flackert, mischt sein sanftes Lied ins Sturmesheulen.
Eng umdrängen es die Häusler. Dicht beisammen. Als ob Wärme aus den alten Körpern strömen könnte.
Schweigend rauchen sie, schon halb entschlafen. Manchmal weckt ein Windstoß das Gedenken an Gefahren, die sie einst bestanden haben.
Aagje Kruit fängt plötzlich an zu reden.
Sie war Hebamme. Tausenden von Kindern hat sie auf die Welt geholfen, tausende verderben sehen.