»Nun hab' ich's aber satt.« Hubert Bach schleuderte das Ei, das er in Händen hielt, so heftig auf den Frühstückstisch, daß seine Schale weithin splitterte, »vier Tage lang setzt man uns dieselben Eier vor.«
»Woher weißt du das?«
»Ich habe sie bezeichnet, siehst du hier das Kreuz? Und das sogenannte Rauchfleisch ist auch schon dürr wie Holz.«
Er warf ein paar von den papierdünnen Schnitten auf den Fußboden und zertrat sie.
»Staub werde, was aus Staub geboren ist.«
Mark Crystoll war erschreckt. Er bückte sich, um die Fleischatome einzusammeln. Als er sah, daß sich Scott, Huberts langhaariger Pintscher, bereits damit befaßte, steckte er das aufgeplatzte Ei ängstlich in die Tasche.
»Wir sind doch nicht des Essens halber hier.«
»Des Verhungerns halber auch nicht. Das Land ist anderswo auch schön, man muß nicht gerade im allerschmutzigsten Wirtshaus Hollands sitzen.«
»Komm, Scott, wir wollen uns in Leyden beim ›Löwen‹ den Magen wieder auskurieren. Ja, sieh mich nur verächtlich an, Mark, ich bin außer Maler auch noch Mensch und kann nicht bloß von schönen Motiven leben. Apropos Motiv, ich habe ein wundervolles Nachmittagsmotiv gefunden. Sieh's dir heute mal mit mir an.«