»Fie Verheest, die verrückte Fie?«

»Du kennst sie?«

»Die kennt jeder hier im Dorf. Sie ist durch Unglück menschenscheu geworden und furchtbar fromm. Über die hat nur der Pfaff Gewalt. Soll ich mit ihm sprechen? Er hat mir neulich lange beim Malen zugesehen. Bei der Gelegenheit hab' ich ihm seinen Jungen photographiert. Nun sind wir gute Freunde. Na, zerdrück' mir nur die Finger nicht.«

Noch ein Vormittag unruhiger Erwartung, dann kam die Botschaft.

»Die Kirche hat gesiegt. Fie öffnet dir ihr Gitter.«

»Und Hubert, höre – du besuchst mich nicht, nicht wahr?«

»Fällt mir nicht ein.«

So war das Ziel erreicht. Doch trübte Crystolls Glück noch manche Wolke.

Fie nörgelte an der Erlaubnis. Länger als zwei Stunden dürfe er nicht bleiben, dann müsse sie aufs Feld und dulde keinen Fremden in ihrem Besitztum.

Und Hubert, als wollte er seinen Freundschaftsdienst wieder ungeschehen machen, war doppelt unausstehlich. Bei Tisch vergaß er sich so weit, das Fleischstück einem Jungen durch das Fenster zuzuwerfen.