Dieser Buchanan wird weiterhin geschildert als

Ein Schurke durch und durch,

Der längst zuvor schon seinen Rosenkranz gebetet.

[23.] Siehe eine von ihm am 31. Januar 1689 zu Dublin gehaltene Predigt. Der Text derselben ist: „Seid unterthan aller menschlichen Ordnung um des Herrn willen.“

[24.] Walker’s Account of the Siege of Derry, 1689; Mackenzie’s Narrative of the Siege of Londonderry, 1689; An Apology for the Failures charged on the Reverend Mr. Walker’s Account of the late Siege of Derry, 1689; A Light to the Blind. Die letztgenannte Schrift, ein Manuscript im Besitze Lord Fingal’s, ist das Werk eines eifrigen Katholiken und eines Todfeindes England’s. Umfängliche Auszüge daraus finden sich unter den Mackintosh-Manuscripten. Auf dem Titelblatte steht die Jahrzahl 1711.

Mountjoy wird abgesandt, um Ulster zu pacificieren. [Man] hätte glauben können, daß der Widerstand Enniskillen’s und Londonderry’s Tyrconnel zu einem verzweifelten Schritte treiben werde. Und in der That wurde sein wildes und herrschsüchtiges Temperament auch anfangs durch die Nachricht in eine an Wahnsinn grenzende Wuth versetzt. Nachdem er aber seine Wuth, wie gewöhnlich, an seiner Perrücke ausgelassen, wurde er etwas ruhiger. Es waren ihm eben Nachrichten von sehr abkühlender Natur zugekommen. Der Prinz von Oranien marschirte unaufgehalten gegen London; fast jede Grafschaft und jede große Stadt hatte sich für ihn erklärt. Jakob, von seinen geschicktesten Heerführern und seinen nächsten Verwandten verlassen, hatte Commissarien abgeschickt, die mit den Eingedrungenen unterhandeln sollten, und hatte Ausschreiben zur Einberufung eines Parlaments erlassen. So lange das Ergebniß der in England schwebenden Unterhandlungen ungewiß war, durfte der Vicekönig es nicht wagen, an den widerspenstigen Protestanten Irland’s blutige Rache zu nehmen. Er hielt es daher für gerathen, vorläufig eine Nachsicht und Mäßigung zu heucheln, die seinem Character durchaus fremd waren. William Stewart, Viscount von Mountjoy, wurde beauftragt, die englische Bevölkerung von Ulster zu beschwichtigen. Mountjoy, ein tapferer Soldat, ein ausgezeichneter Gelehrter, ein eifriger Protestant und dabei doch ein eifriger Tory, war eines von den wenigen Mitgliedern der Staatskirche, die in Irland noch ein Amt bekleideten. Er war Feldzeugmeister dieses Königreichs und Oberst eines Regiments, in welchem das englische Element noch ungewöhnlich stark vertreten war. In Dublin war er die Seele eines kleinen Kreises gelehrter und geistreicher Männer, die sich unter seinem Vorsitz zu einer Königlichen Societät vereinigt hatten, einer Nachbildung im Kleinen der Londoner Königlichen Societät. In Ulster, mit dem er in besonders enger Verbindung stand, genoß sein Name bei den Colonisten eines hohen Ansehens.[25] Er eilte mit seinem Regiment nach Londonderry und wurde mit offenen Armen empfangen, denn man wußte, daß er zwar ein entschiedener Anhänger der erblichen Monarchie, aber nicht minder ein treuer Freund des reformirten Glaubens war. Die Bürger gestatteten ihm bereitwillig, eine ausschließlich aus Protestanten bestehende kleine Garnison, unter dem Commando seines Oberstleutnants Robert Lundy, der den Titel eines Gouverneurs annahm, in der Stadt zurückzulassen.[26]

Die Nachricht von Mountjoy’s Besuch in Ulster war den Vertheidigern von Enniskillen höchst angenehm. Einige von dieser Stadt abgeordnete Gentlemen machten ihm ihre Aufwartung, um seine Unterstützung zu erbitten, wurden aber durch den Empfang, der ihnen zu Theil ward, enttäuscht. „Ich kann Euch nur den Rath geben,“ sagte er, „daß Ihr Euch der Autorität des Königs unterwerfet.“ — „Wie, Mylord?“ versetzte einer der Abgeordneten, „sollen wir uns geduldig abschlachten lassen?“ — „Der König,“ sagte Mountjoy, „wird Euch beschützen.“ — „Wenn Alles was uns zu Ohren kommt wahr ist, wird es Sr. Majestät schwer genug werden, sich selbst zu schützen.“ So endete die Conferenz ohne befriedigendes Resultat. Enniskillen behielt seine trotzige Haltung bei und Mountjoy kehrte nach Dublin zurück.[27]

Unterdessen hatte es sich in der That klar herausgestellt, daß Jakob nicht einmal sich selbst schützen konnte. Man erfuhr in Irland, daß er geflohen, daß er angehalten worden, daß er wieder geflohen und daß der Prinz von Oranien im Triumph zu Westminster angelangt war, die Verwaltung des Reichs übernommen und eine Convention einberufen hatte.

[25.] Über Mountjoys Character und Stellung siehe Clarendon’s Briefe aus Irland, besonders den an Lord Dartmouth vom 8. Febr. und den an Evelyn vom 24. Februar 1685/86. „Bon officier et homme d’esprit,“ sagt Avaux.

[26.] Walker’s Account; Light to the Blind.