[93] Collier’s Abhandlungen über die Bühne sind im Ganzen genommen seine besten Geistesproducte. Doch auch in seinen politischen Flugschriften findet sich viel Treffendes. Seine „Persuasive to Consideration, tendered to the Royalists, particularly those of the Church of England“ scheint mir eines der besten Erzeugnisse der jakobitischen Presse.
[94] Siehe Brokesby’s Life of Dodwell. Ich muß bemerken, daß ich die Abhandlung gegen gemischte Ehen nur aus Brokesby’s ausführlichem Extract kenne. Diese Abhandlung ist sehr selten. Sie wurde ursprünglich als Vorrede zu einer von Leslie gehaltenen Predigt gedruckt. Als Leslie seine Werke sammelte, ließ er die Abhandlung weg, wahrscheinlich weil er sich derselben schämte. Die Abhandlung über die Statthaftigkeit der Instrumentalmusik habe ich gelesen, und sie ist unglaublich absurd.
[95] Dodwell sagt uns, daß der Titel des Werkes, in welchem er zuerst diese Theorie aufstellte, mit großer Sorgfalt und Präcision abgefaßt worden sei. Ich will daher die Titelseite hier anführen: „An Epistolary Discourse proving from Scripture and the First Fathers, that the Soul is naturally Mortal, but Immortalized actually by the Pleasure of God to Punishment or to Reward, by its Union with the Divine Baptismal Spirit wherein is proved that none have the Power of giving this Divine Immortalizing Spirit since the Apostles but only the Bishops. By H. Dodwell.“ Dr. Clarke sagt in einem Briefe an Dodwell (1706) daß dieser Epistolary Discourse ein Buch sei, „das alle guten Menschen betrübe und alle profanen Menschen erfreue.“
[96] Siehe Leslie’s Rehearsals, No. 286, 287.
[97] Siehe seine Werke und seine höchst interessante Biographie, welche aus den Papieren seiner Freunde Hickes und Nelson zusammengetragen worden ist.
[98] Siehe Fitzwilliam’s Korrespondenz mit Lady Russell und seine Zeugenaussage in Ashton’s Prozesse in den State Trials. Das einzige Werk, welches Fitzwilliam, soweit ich es habe entdecken können, je veröffentlichte, war eine Predigt über das Ryehousecomplot, die er einige Wochen nach Russell’s Hinrichtung gehalten. Es kommen in dieser Predigt einige Stellen vor, bei denen ich mich ein wenig wundern muß, daß die Wittwe und die Familie Russell’s sie verzeihen konnten.
[99] Cyprian spricht in einer seiner Episteln folgendermaßen zu den Bekennern: „Quosdam audio inficere numerum vestrum, et laudem praecipui nominis prava sua conversatione destruere ... Cum quanto nominis vestri pudore delinquitur quando alius aliquis temulentus et lasciviens demoratur; alius in eam patriam unde extorris est regreditur, ut deprehensus non jam quasi Christianus, sed quasi nocens pereat.“ In dem Buche: De Unitate Ecclesiae führt er eine noch stärkere Sprache: „Neque enim confessio immunem facit ab insidiis diaboli, aut contra tentationes et pericula et incursus atque impetus saeculares adhuc in saeculo positum perpetua securitate defendit; caeterum nunquam in confessoribus fraudes et stupra et adulteria postmodum videremus, quae nunc in quibusdam videntes ingemiscimus et dolemus.“
[100] Viele interessante Mittheilungen über die Eidverweigerer findet man in den Biographical Memoirs des Buchdruckers Wilhelm Bowyer, welche den ersten Band von Nichols’ Literary Anecdotes of the Eighteenth Century bilden. Eine Probe von Wagstaffe’s Recepten befindet sich in der Bodlejanischen Bibliothek.
[101] Cibber’s Stück, so wie er es schrieb, verlor seine Popularität, als die Jakobiten aufhörten mächtig zu sein, und ist jetzt nur nach den Forschern bekannt. Im Jahre 1768 arbeitete Bickerstaffe es zu dem „Heuchler“ um und setzte an die Stelle des Eidverweigerers Dr. Wolff den Methodisten Dr. Cantwell. „Ich halte den Character des Heuchlers,“ sagt Johnson, „nicht für ganz passend auf die Methodisten; auf die Eidverweigerer aber paßte er sehr gut.“ Boswell fragte ihn, ob es wahr sei, daß die eidverweigernden Geistlichen mit den Frauen ihrer Gönner intriguirten. „Ich fürchte sehr,“ antwortete Johnson, „daß viele von ihnen es getan haben.“ Dieses Gespräch fand am 27. März 1775 statt. Aber nicht nur in gleichgültiger Unterhaltung sprach Johnson eine ungünstige Meinung über die Eidverweigerer aus. In seiner Biographie Fenton’s, der ein Eidverweigerer war, kommen die bedeutsamen Worte vor: „Ich muß daran erinnern, daß er seinen Namen unbefleckt erhielt und sich niemals, wie nur zu Viele von der nämlichen Klasse, zu gemeinen Ränken und ehrlosen Kunstgriffen erniedrigte.“ Siehe The Character of a Jacobite, 1690. Selbst in Kettlewell’s Biographie, aus den Papieren seiner Freunde Hickes und Nelson zusammengetragen, findet man Einräumungen, welche beweisen, daß sehr bald nach dem Schisma einige der eidverweigernden Geistlichen in Gewohnheiten des Müßigganges, der Abhängigkeit und des Bettelns verfielen, welche den ganzen Stand in Mißcredit brachten. „Mehrere Unwürdige, welche immer die zuversichtlichsten sind, schadeten durch ihr Umhertreiben den wahrhaft Würdigen, denen es die Bescheidenheit nicht zuließ für sich zu bitten ... Mr. Kettlewell empfand es ebenfalls schmerzlich, daß manche von seinen Collegen viel zu viel Zeit an Vergnügungs- und Unterhaltungsorten zubrachten, und sich wegen ihres Fortkommens auf Diejenigen verließen, deren Bekanntschaft sie dort machten.“
[102] Reresby’s Memoirs 344.