[71.] Diese Erlasse, so genannt nach den beiden Anfangsworten Quo warranto, ordneten eine Untersuchung über die Rechtsbefugnisse an, auf welche sich die Privilegien einer Corporation gründeten, und wenn sich eine Unregelmäßigkeit fand, wurde der Freibrief entzogen.   D. Übers.

[72.] Johnstone, 21. Febr. 1688.

[73.] Citters, 20.(30.) März 1688.

[74.] Ibid. 1.(11.) Mai 1688.

[75.] Ibid. 22. Mai (1. Jun.) 1688.

[76.] Ibid. 1.(11.) Mai 1688.

[77.] Ibid. 18.(28.) Mai 1688.

Untersuchung in allen öffentlichen Verwaltungszweigen. [Während] die Lordlieutenants die Friedensrichter ausforschten und die Regulatoren die Wahlkörper umgestalteten, wurden alle Zweige des Staatsdienstes einer strengen Untersuchung unterworfen. Zuerst wurde der Palast gesäubert. Jeder mit Narben bedeckte alte Kavalier, der zum Ersatz für das der Sache des Königs geopferte Blut und Grundeigenthum ein Ämtchen in der königlichen Garderobe oder im Marstalle erhalten hatte, wurde aufgefordert, zwischen dem Könige und der Kirche zu wählen. Die Zoll- und Steuercommissare wurden zu Seiner Majestät ins Schatzamt beschieden, hier das Versprechen von ihnen verlangt, daß sie seine Politik unterstützen wollten, und ihnen bedeutet, daß sie allen ihren Unterbeamten ein ähnliches Versprechen abzunehmen hätten.[78] Ein Zollbeamter motivirte seine Unterwerfung unter den Willen des Königs in einer Weise, welche Heiterkeit und zugleich Mitleid erregte. „Ich habe,“ sagte er, „vierzehn Gründe, die mich bestimmen, Seiner Majestät Befehlen zu gehorchen: eine Frau und dreizehn unerzogene Kinder“.[79] Gegen solche Gründe ließ sich allerdings nichts einwenden; dennoch aber kamen nicht wenig Fälle vor, wo die religiösen und patriotischen Gefühle selbst solche Gründe überwogen.

Man hat Grund zu der Vermuthung, daß die Regierung um diese Zeit ernstlich mit dem Plane umging, einen Schlag zu führen, der viele tausend Familien an den Bettelstab gebracht und auf die socialen Zustände aller Landestheile störend eingewirkt haben würde. Niemand durfte Wein, Bier oder Kaffee ohne Concession verkaufen. Es hieß nun, daß jeder Inhaber einer solchen Concession demnächst aufgefordert werden sollte, entweder dieselben Verpflichtungen einzugehen, welche den öffentlichen Beamten auferlegt worden waren, oder sein Geschäft aufzugeben.[80] Wäre ein solcher Schritt gethan worden, so würden ohne allen Zweifel die Wirthshäuser und öffentlichen Vergnügungsorte im ganzen Lande zu Hunderten geschlossen worden sein. Welche Wirkung ein solcher Eingriff in die Lebensgenüsse aller Stände hervorgebracht haben würde, läßt sich nur muthmaßen. Der durch Übel erzeugte Unwille steht nicht immer im Verhältnisse mit der Wichtigkeit derselben, und es ist durchaus nicht unwahrscheinlich, daß die Einziehung von Schankconcessionen das bewirkt haben würde, was die Entziehung von Freibriefen nicht bewirkt hatte. Die Vornehmeren würden ihr Chokoladenhaus in St. James Street, die Geschäftsmänner ihre Kaffeekanne, bei der sie in Change Alley zu rauchen und zu politisiren pflegten, schmerzlich vermißt haben. Die Hälfte der Clubs hätte sich neue Versammlungslokale suchen müssen. Der Reisende würde des Nachts den Gasthof, in welchem er gewohnt war abzusteigen und seine Abendmahlzeit einzunehmen, verödet gefunden haben. Der Landmann würde die Bierschenke vermißt haben, wo er im Sommer auf der Bank vor der Thür, im Winter am Kamin seinen Krug zu trinken gewohnt war. Es war leicht möglich, daß die auf solche Art gereizte Nation sich zu einem allgemeinen Aufstande erhob, ohne auf die Hülfe fremder Verbündeter zu warten.

[78.] Citters, 6.(16.) April 1688; Treasury Letter Book. March 14. 1687/88; Ronquillo, 16.(26.) April.