Aimwell. Erlauben Sie, Sir, habe ich Sie nicht in Will’s Kaffeehause gesehen?

Gibbet. Ja, Sir, und auch bei White.

Beaux’ Stratagem.

[125.] Gent’s History of York. Ein andrer Straßenräuber von derselben Art, Namens Biß, wurde 1695 in Salisbury gehängt. In einer Ballade, die sich in der Pepys’schen Bibliothek befindet, wird seine Vertheidigung vor dem Richter folgendermaßen dargestellt:

Was sagt Ihr nun, mein edler Lord,

Was war so Böses d’ran?

Nur reiche Filze haßte Biß

Der tapfre, brave Mann.

[126.] Pope’s Memoirs of Duval, welche kurz nach der Hinrichtung erschienen. Oates’ Εἰκὼν βασιλικὴ, Theil I.

Die Gasthöfe. [Die] mannichfachen Gefahren, denen der Reisende ausgesetzt war, wurden durch die Dunkelheit noch bedeutend vergrößert, und er wünschte daher für die Nacht ein schützendes Obdach, das nicht schwer zu erlangen war. Die Gasthöfe Englands sind schon von Alters her berühmt. Unser erster großer Dichter (Chaucer) hat schon die vortrefflichen Bequemlichkeiten geschildert, die sie den Reisenden des vierzehnten Jahrhunderts darboten. Neunundzwanzig Personen nebst ihren Pferden fanden in den geräumigen Zimmern und Ställen des „Waffenrocks“ in Southwark Platz. Die Speisen waren vortrefflich und die Weine so, daß sie die Tischgesellschaft zum reichlichen Genusse verleiteten. Zweihundert Jahre später, unter der Regierung Elisabeth’s, gab Wilhelm Harrison eine anziehende Beschreibung von dem Überflusse und dem Comfort der großen Gasthöfe. Er sagte, das ganze übrige Europa habe nichts Ähnliches aufzuweisen. Es gab Gasthöfe, in denen zwei- bis dreihundert Menschen mit ihren Pferden ohne Schwierigkeit Aufnahme und Unterhalt finden konnten. Die Betten, die Teppiche und vor Allem die Fülle und Sauberkeit des Leinzeugs setzten Jedermann in Erstaunen. Auf den Tafeln sah man nicht selten kostbares Silbergeschirr und manche Schilder hatten dreißig bis vierzig Pfund Sterling gekostet. Im siebzehnten Jahrhundert hatte England schon Überfluß an vortrefflichen Gasthöfen jeden Ranges. Oft fand der Reisende in einem kleinen Dorfe ein Gasthaus, wie Walton es beschrieben hat, wo die steinernen Fußböden von Sauberkeit glänzten, wo die Wände mit Balladen geschmückt waren, die Betten nach Lavendel dufteten und ein behagliches Feuer, ein Krug guten Bieres und ein Gericht Forellen, im nahen Bache frisch gefangen, für wenig Geld zu haben waren. In den größeren Gasthöfen fand man Betten mit seidenen Vorhängen, feine Küche und Claret, wie er in London nicht besser getrunken wurde.[127] Auch die Wirthe, sagte man, seien ganz verschieden von den Gastwirthen anderer Länder. Auf dem Festlande war der Wirth der Tyrann Derer, die seine Schwelle überschritten, in England war er ihr Diener. Der Engländer fühlte sich nie heimischer, als wenn er es sich in seinem Gasthofe bequem machte. Selbst reiche Leute, die sich in ihrem eigenen Hause jeden nur denkbaren Luxus erzeugen konnten, pflegten oft ihre Abende im Gesellschaftszimmer eines nahen Gasthofes zuzubringen; sie schienen der Meinung zu sein, daß sie Comfort und Freiheit nirgends in gleicher Vollkommenheit genießen konnten. Diese Neigung war mehrere Generationen hindurch ein characteristischer Zug der Nation. Die Ungebundenheit und Fröhlichkeit des Gasthoflebens bot lange Zeit unseren Roman- und Schauspieldichtern reichen Stoff. Johnson erklärte, ein Stuhl im Gasthause sei der Thron des irdischen Glücks, und Shenstone beklagte sich sanft darüber, daß kein auch noch so befreundetes Privathaus den Wanderer so freundlich und zuvorkommend aufnehme, als das Dach eines Gasthofes.