Dann, sich abermals aufraffend: »Wie schön es bei euch ist! — Wie gut ihr seid! — — Wie grün das Laub geworden! — Ach, die Luft! Wie das Atmen erquickt! — ich habe lange nicht mehr frei geatmet — und — und —«

Sie riß die Hand aus der seinen und reichte ihm dann in überquellender Bewegung die beiden Hände hin!

»Und ihr verzeiht mir, ihr, du und Mariot! Damals konnte ich nicht anders — jetzt, jetzt erst weiß ich, wo ich hingehöre —«

»Ich wußte es längst, aber du sträubtest dich gegen die Erkenntnis —«

»Du wirst gleich morgen Herrn von Werthern zu mir bitten, ich habe mit ihm zu reden, aber anderes als damals —«

»Soll ich auch Mariot kommen lassen?«

»Ach, mein Kind! Schnell, wir wollen ihr telegraphieren!«

In dem Gedanken dieses Wiedersehens saß sie verloren. Galt es nicht eine Mauer einzureißen, die sich zwischen dem Mutter- und dem Kindesherzen aufgerichtet? Aber hinter den Trümmern leuchtet das verheißende Frühlingsgrün.

»Wie schön es ist!« rief sie plötzlich aus, mit einer Geste über den blauenden See weisend.

»Das Laub hat sich mächtig herausgemacht. Ja so ein Berliner Frühling — so ein deutscher Frühling! Den wenigstens sollen sie uns nicht« ....