»Ich möchte wohl wissen, wie sie heißen und wer sie sind« — meinte Anna, als sie am Abend ins Hotel zurückkehrten.

»Das wollen wir bald erfahren!« rief Fritz gefällig. »Kellner, die Fremdenliste!«

»Konstantin van Beveren, Fabrikant, nebst Frau,« stand dort verzeichnet.

»Fabrikant!« fuhr die kleine Frau entzückt auf »Dasselbe wie wir! Aber woher?«

»Deutschland« stand da. »Freilich!« sagte sie enttäuscht. Es erhob sich noch ein kurzer Streit darüber, ob es »van« oder gar »von« hieße. »Meinetwegen: ich schenke dir auch noch das »von« für dein Paar, wenn es dich glücklich macht!« rief er ironisch.

Am andern Tage, als sie mit der Bergbahn den Drachenfels erreicht: — natürlich, Herr van Beveren nebst Frau aus Deutschland! »Ich wußte es!« knurrte Herr Wendland in komischem Ärger.

»Unser Paar« kam auf zwei munteren Eselein dahergetrabt, lachend, aufgeräumt und glücklich wie immer, sie in einem originellen Frühlingskleid, das unter den Damen auf der Terrasse Aufsehen machte. Gewiß ist ja die Eselspartie viel amüsanter als die Bahn — Herr von (am einfachsten, um alle ferneren Zweifel zu heben: »von«) Beveren trifft immer das Richtige!

Herr Wendland sah selbst die Thorheit ein, sich durch ein Nichts die hochzeitliche Laune verderben zu lassen. Aber die unvermeidliche Flasche »Drachenblut«, bei der sie sich niedergelassen, ward schneller geleert, als man beabsichtigte.

Am anderen Tage, in Rolandseck, wieder bei der Table d’hote: — »Herr von Beveren nebst Frau aus Deutschland!«

Sie hätten am liebsten beide hell aufgelacht. Ohne Zweifel, ihre Doppelgänger! »Wir werden ihnen nun nicht mehr entgehen!« seufzte Fritz lachend. Und aus Verzweiflung, um dem andern Paare ein Paroli zu bieten, ließ er eine Flasche Heidsick aufsetzen.