»Kellner, eine Flasche Röderer, aber gefroren!« echote Herr von Beveren gleich danach auf der anderen Seite.

Eine Gruppe Junggesellen an dem einen Ende des Tisches machte sich sofort mit ihrem billigen Spott über die beiden champagnertrinkenden Paare her. »Hochzeitsreisende!« Das Wort flatterte kichernd von Teller zu Teller.

Der alte Junggesellentrotz erwachte noch einmal in Fritz Wendland. »Wetter, ich will nicht sofort von jedem Laffen als Hochzeitsreisender erkannt und tituliert werden!« Seine Laune war dahin; er hielt nur mit Mühe an sich. Droben auf der Stube aber, im Angesicht eines der herrlichsten Panoramas der Welt, kam sein Grimm dennoch zum Ausbruch.

»Eine Dummheit! Eine fürchterliche Dummheit — dein Paar!« wütete er, und der Champagner wirkte diesmal in das Gegenteil.

»Dein Paar! Wieso dein Paar! Wie komme ich dazu, Fritz?«

»Nun, du hast sie doch entdeckt! Wenn du sie nicht entdeckt ...«

»So wären sie wohl überhaupt nicht vorhanden?« fiel sie höhnend ein.

Er ließ sich hinreißen und rief: »Es giebt nichts Lächerlicheres auf der Welt als Hochzeitsreisende!«

Das war zu viel! Sie brach in stürmische Thränen aus, die ersten Thränen auf dieser Reise, ja, die ersten, die sie überhaupt vergossen, seit sie ihm gehörte, jene ausgenommen, die in ihren verklärten Augen tauten, als sie am Hochzeitstage, beide dem Festtrubel endlich entschlüpft, Brust an Brust die übergroße Seligkeit ausströmen ließen.

»Wie ist es möglich? Wie ist es möglich!« schluchzte sie, die Hände ringend.