Und später: »Du scheinst mir ein süßes Teufelchen zu sein, wie?«

»Gefällig?«

Nicht viel Weiteres als dieser Sington. Solch maskierte Unterhaltungen können langweilig werden; ich bat also, sie sollte sich demaskieren: »Ich möcht’ so gern Dein liebes schönes Gesicht sehen!«

Mit hellem Spott lachte sie diesmal: »Mein liebes schönes Gesicht — was willst Du daran sehen? Du kennst es ja. Weißt Du was — ich bin durstig!«

Ein wenig ärgerlich führte ich sie in einen der anstoßenden Weinsäle, wo wir uns an einem von Flaschen und Gläsern überbürdeten Tisch mitten unter der ausgelassenen Mummerei ein enges Plätzchen eroberten.

Wir stießen mit unsern Römern an, und sie hob die Larvenblonde, um den Glasrand an ihre Lippen zu führen, vorsichtig, fast zimperlich, damit ich nicht eine Spur von ihrem Gesichtchen gewahrte.

»Du bist närrisch! was demaskierst Du Dich nicht! Du darfst Dich doch sehen lassen!« polterte ich.

»Ei, so ein Ekel! Wenn ich Dir so nicht gefalle, so such’ Dir — so such’ Dir ... Ihr Lieutenants glaubt, Ihr braucht nur zu schütteln, damit die schönsten Äppelchens herabfallen. Prost!«

Ein Zweifel stieg in mir auf: ob sie es denn wirklich war; aber sie hatte sich so sicher mit Andeutungen über den vorigen Abend legitimiert. Eben stachelte mich ein Gelüst, ihr mit zugreifender Überraschung die Maske vom Gesicht zu ziehen, da klang eine Stimme hinter uns:

»Ei, Ihr amüsiert Euch aber famos!«