»Ich dank’ Dir — ich bin stolz und glücklich!«

»Laß das Geschreppels — und die Händ’ weg!« Mit einem Schlag fuhr sie mir über die Hand, die stürmisch nach den ihren gegriffen.

»Also machst Du morgen mit? Ich geh’ zum Ball auf den Geistensterz.« (Ein bekannter Konzertsaal.)

»Natürlich mach’ ich mit. Überall hin!«

»Nit so stracks! Ich halt’ Dich beim Wort. Übermorgen — wart, ah so übermorgen: Theaterball und — und — sei mir nit bös, ich möcht’ nachdem auch noch den Kehraus hier im Gürzenich mitmachen —«

»Herrlich!«

»Auch möcht’ ich — — wenn du wüßtest, du thät’st mir’s nit übel nehmen. Es is wahrhaftig nit wegen der paar Austern, die ich nit mal mag und dem Sekt (sie sprach kölnisch »Zeck«). Zeck giebt’s auch bei uns daheim. Aber ich möcht’ gern einmal beim Bettger in der Budengasse soupieren — mit Dir!«

»Gern, gern — famos!« rief ich überglücklich.

Für meine karge Lieutenantskasse ein etwas starkes Programm, aber sie war noch lange nicht zu Ende. Die Naivität amüsierte mich köstlich. Jetzt erst schien sie Mut zu bekommen; wie ein Kind in der Weihnachtslaune, das immer kühner zugreift nach allen glitzernden Dingen, brachte sie immer noch Wünsche vor. Sie hatte so viel schon von den Faschingsdiners im Viktoriahotel gehört, wo man bei Musik und unter lauter Narrensleuten so »deliziös schnabuliert.«

»Morgen nach dem großen Karnevalszug dinieren wir also in Viktoria —« stimmte ich freudig ein.