Hierauf, den geschäftlich kühlen Ton erzwingend: »Also um ihr definitives Grabmal handelt es sich. Ich werde Europa verlassen und nicht mehr hierher zurückkehren. Es soll ihr ein Denkstein errichtet werden, etwas in Marmor, es kann so kostbar ausfallen, als man beliebt — an Geld soll nicht gespart werden. Hier —«

Und er wies nach dem Geldhaufen auf dem Tisch mit einer gewissen verächtlichen Gebärde, die auszudrücken schien: »Was ist mir Mammon fortan?«

Ich versicherte ihn, daß sein Auftrag auf das sorgfältigste ausgeführt werden sollte, und bat ihn, mir die Summe anzugeben, die er für den Zweck aussetzen würde.

»Hier, das ist meine ganze Einnahme vom Eldorado! Ich wünsche sie für das betreffende zu verwenden. Wieviel war es doch noch? Die Summe ist mir entfallen, ich habe aufs Geratewohl quittiert. Es ist auch einerlei! Würden Sie die Güte haben und selber nachzählen!«

Ich machte mich also daran, die Scheine auf dem Tische zu sortieren und das Gold zählbar aufzureihen. Währenddem durchmaß er dröhnenden Schrittes die Stube, ohne sich um meine Verrichtung zu kümmern. Endlich nannte ich die Summe.

»Gut!« rief er. Es klang scharf und abschneidend, als wünschte er diese Angelegenheit hiermit erledigt.

Noch ein paar seiner wuchtigen Schritte, dann blieb er plötzlich vor mir stehen — fast konnte ich ein Zusammenzucken meinerseits nicht verbergen, ein so unheimlich düsteres Feuer loderte unter seinen halbgesenkten Lidern.

»Noch eins —« begann er dumpf, mit heiser entstellter Stimme. »Es wäre mir lieb, wenn es jemand erführe. Bitte Sie aber, mit der Verbreitung zu warten, bis das Denkmal errichtet ist. Nicht, als wenn ich mich vor einer neuen Untersuchung fürchtete — ich fürchte mich vor nichts und vor niemand! Auch ist eine Wiederaufnahme des Verfahrens, soviel ich weiß, unstatthaft.«

Seine bräunliche Gesichtsfarbe spielte ins Aschfahle, sein Blick wirkte wie durchbohrend, es war ihm schwer standzuhalten.

»Also ich habe sie mit Absicht getötet —«